„Der Celler ÖPNV hat große Probleme“

… sagt Daniel Felinger, Ansprechpartner dieses Projekts.

Celle, 20.03.2026

Nach einer Woche Laufzeit verzeichnet die unabhängige Bürgerumfrage von DFN Mittelweser inzwischen 18 Rückmeldungen. Bei rund 570 verteilten Informationskarten entspricht dies einer Beteiligung von etwa 3,1 %, ein für eine private Bürgerbefragung überdurchschnittlich hoher Wert. Die kontinuierlich steigende Teilnahme ohne weitere Verteilung zeigt, dass die Umfrage nachhaltig wahrgenommen wird.

Die neuen Antworten bestätigen nicht nur die bisherigen Trends, sondern verstärken einen Punkt besonders deutlich: Der ÖPNV in Celle bricht nach 20 Uhr praktisch zusammen, und das ist für viele ein echtes Problem.

1. Nutzungshäufigkeit

Die Teilnehmenden verteilen sich wie folgt:

  • Täglich: 7
  • Mehrmals pro Woche: 6
  • Mehrmals pro Monat: 1
  • Selten: 3
  • Nie: 1

Damit stammen die meisten Rückmeldungen weiterhin von Menschen, die den ÖPNV regelmäßig nutzen.

2. Gesamtzufriedenheit (1–5)

Die Bewertungen reichen von 2 bis 5 Punkten:

  • Sehr zufrieden (5): 2
  • Mittel (3–4): Mehrheit
  • Unzufrieden (2): mehrere

Auffällig bleibt: Selbst Personen mit hoher Zufriedenheit nennen konkrete Verbesserungswünsche.

3. Hauptthemen der Woche

1. Taktung, weiterhin das größte Problem

Fast alle Teilnehmenden nennen häufigere Fahrten als wichtigste Verbesserung. Besonders betroffen:

  • Wietzenbruch / Heese / Neustadt
  • Neuenhäusen
  • Landkreis

2. Abendverkehr: Fahrten nach 20 Uhr fehlen und zwar massiv

Dieser Punkt wurde in den neuen Antworten besonders deutlich:

  • „Fahrten nach 20 Uhr … ganz ehrlich…“
  • „…tot, wenn an Wochenenden die letzten Busse vor 20 Uhr fahren“
  • „…Busse kommen manchmal gar nicht oder viel zu spät“

Der Wunsch nach Abendfahrten ist inzwischen einer der am häufigsten genannten Punkte und betrifft sowohl Stadt als auch Landkreis.

3. Anschlüsse

Viele Rückmeldungen kritisieren:

  • fehlende Anschlüsse
  • schlechte Abstimmung
  • lange Wartezeiten

Dieser Punkt zieht sich durch fast alle Stadtteile.

4. Echtzeitinformationen

Die Kritik bleibt konstant:

  • Aushänge unvollständig
  • Echtzeitdaten fehlen oder stimmen nicht

Dieser Punkt wird inzwischen von über der Hälfte der Teilnehmenden genannt.

5. Linienführung & Haltestellenbedarf

Besonders auffällig:

  • Q37 / Ärztehaus / Apotheke / Altenheim
  • mehrfach unabhängig voneinander genannt
  • klarer Bedarf im Bereich Gesundheitsversorgung

6. Fahrpreise

Vor allem im Landkreis wird der Preis als zu hoch empfunden. Mehrere Rückmeldungen wünschen sich:

  • günstigere Tickets
  • bessere Preis‑Leistung
  • Alternativen für kurze Strecken

7. Sauberkeit

Vor allem im Schulverkehr wird Sauberkeit mehrfach negativ bewertet.

4. Genutzte Linien

Besonders häufig:

  • 12 und 13 (Schwerpunkt)
  • 4, 5, 11
  • Schulverkehr (E)
  • 500, 600, 700, 800, 900 im Landkreis

Die Vielfalt zeigt, dass die Umfrage breite Netzbereiche abdeckt.

5. Stadtteilverteilung

Die Rückmeldungen stammen aus:

  • Wietzenbruch / Heese / Neustadt
  • Neuenhäusen
  • Vorwerk
  • Übriger Landkreis (mehrere)
  • Drei ohne Angabe

Damit entsteht ein breites, stadtteilübergreifendes Bild.

6. Fazit der Woche

Die erste Woche zeigt ein klares Muster:

  • Taktung ist das größte Problem
  • Abendverkehr fehlt, besonders nach 20 Uhr
  • Anschlüsse sind unzuverlässig
  • Echtzeitinformationen werden als unzureichend empfunden
  • Neue Haltestellen im Bereich Q37 sind ein wiederkehrender Wunsch
  • Fahrpreise sind besonders im Landkreis ein Thema

Kontakt bei Rückfragen/Presse:

Herr Daniel Felinger
Fachbereich ÖPNV & Regionalentwicklung
Tel: 05021 86099-52
Mail: regionalentwicklung@agenturen-netzwerk.de

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