100 Kilometer mit dem Bus, mein Tag von Nienburg nach Bremen
Ich wollte an diesem Tag eigentlich nach Bielefeld. Der Plan stand, die Strecke war im Kopf grob sortiert. Doch wie so oft kam es anders und genau das machte den Tag am Ende besonders.
Los ging es morgens in Nienburg. Zuerst fuhr ich mit der Linie 4 von der Magdeburger Straße bis zum City Treff, danach ein kurzes Stück mit der Linie 1 weiter zur Fichtestraße. Das waren noch die kurzen Etappen, klassischer Stadtverkehr, ein guter Start in den Tag.
Richtig Strecke machte ich dann mit der Linie 30 von der Kirche St. Michael in Nienburg bis zum Bahnhof Hoya (Weser). Rund 25 Kilometer, etwa 40 Minuten Fahrt – durch ländliche Gegenden, viel Zeit zum Nachdenken. Bis hierhin war ich allein unterwegs.
Ab Hoya änderte sich das. Von dort an war ich nicht mehr allein, sondern hatte jemanden bei mir. Gleichzeitig änderte sich auch das Ziel. Statt weiter Richtung Bielefeld zu fahren, ergab sich ab Hoya spontan eine andere Idee: Bremen.
Mit der Linie 150 ging es weiter nach Syke. Rund 30 Kilometer, fast eine Stunde Fahrt. Die Strecke fühlte sich jetzt ganz anders an: Gespräche statt nur aus dem Fenster schauen, die Zeit verging spürbar schneller.
Der letzte Abschnitt führte uns mit der Linie 102 von Syke zum Bremer Hauptbahnhof. Noch einmal über eine Stunde unterwegs, noch einmal gute 25 Kilometer und dann war das Ziel erreicht: Bremen Hauptbahnhof.
Am Ende waren es knapp 90 Kilometer mit dem Linienbus, mehrere Umstiege und viele Stunden unterwegs. Was als geplante Fahrt nach Bielefeld begann, endete als gemeinsamer Trip nach Bremen.
Mein Fazit: Pläne sind gut, spontane Entscheidungen manchmal besser. Und ganz nebenbei habe ich gelernt, dass selbst lange Strecken mit dem Bus an einem einzigen Tag machbar sind.




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